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Hundetransport im Auto

Sie möchten Ihren Vierbeiner im Auto mitnehmen? Achten Sie darauf, die „Ladung“ Hund ordnungsgemäß zu sichern! Wir verraten Ihnen, wie das geht, was Sie dabei aus verkehrsrechtlicher Sicht beachten müssen und welche verschiedenen Transportmöglichkeiten Ihnen zur Auswahl stehen. Soviel vorweg: Bei Autofahrten mit Hund haben die Sicherheit aller Fahrzeuginsassen und ein möglichst artgerechter Hundetransport oberste Priorität!

 

Ein Hund im Auto gilt als Gegenstand

Wie sieht es mit den rechtlichen Grundlagen des Hundetransportes im Auto aus? Vor dem Gesetz ist ein Tier einer Sache gleichgestellt. Es handelt sich also auch bei einem Hund um Ladung. Der Transport derselbigen ist in den Vorschriften zur Beladung beziehungsweise im Kraftfahrgesetz §101, Absatz e sowie in der Straßenverkehrsordnung §61 StVO geregelt. 

Demnach besteht eine generelle Ladungssicherungspflicht. Genauere Bestimmungen, welches Tier wie gesichert werden sollte, gibt es nicht. Allerdings haben wir folgende Tipps für Sie: 

  • Verwahren Sie das Tier so, dass eine sichere Fahrt gewährleistet ist und keine Fahrzeuginsassen gefährdet sind!
  • Bringen Sie den Hund so unter, dass dem Tier auch bei einem Unfall oder einer Vollbremsung möglichst wenig passieren kann!
  • Passen Sie die Sicherung individuell an die Art und Größe Ihres Hundes an!

Safety first − so will es auch das Gesetz: Die Freiheit des Tieres wird in diesem Fall zugunsten der Sicherheit eingeschränkt. 

Übrigens: Hunde gelten verkehrsrechtlich als Sicherheitsrisiko. Im Schadensfall können Kaskoversicherungen Zahlungen verweigern, sollte der Hund nicht ordnungsgemäß gesichert gewesen sein. Wurde der Fahrer dadurch abgelenkt oder behindert, sodass Fremdgefährdung entstand, müssen die Kosten selbst getragen werden. 

 

Möglichkeiten zum Transport vom Hund im Auto

  • Hundeboxen: Transportboxen gibt es in verschiedensten Größen und Ausführungen. Sie sind erlaubt und sicher, sofern sie nicht einfach nur auf den Beifahrersitz oder in den Kofferraum gestellt werden. Um der Ladungssicherungspflicht gerecht zu werden, kommen Zurrgurte zum Einsatz. Gegen Verrutschen im Auto gesichert und mit genügend Platz für das Tier, ist mit einer Hundebox ein tiergerechter Hundetransport gegeben.
  • Hundegitter und -netze: Bei Gittern und Netzen ist Vorsicht geboten. Zwar verhindern diese Abgrenzungen das Nach-vorne-Springen des Hundes und dienen damit zur Absicherung der Mitfahrenden. Verletzungen des Tieres bei abruptem Bremsen oder bei Unfällen können so allerdings nicht verhindert werden.
  • Sicherheitsgurte und -geschirre: Hundehalter, die sich für spezielle Gurte oder Geschirre entscheiden, sollten das Modell optimal auf das Tier abstimmen. Richtig angebracht, bieten sie nicht zu wenig, aber auch nicht zu viel Freiraum und sind sicher verankert. Am Beifahrersitz ist die Verwendung dieser Gurte und Geschirre nicht gestattet. 
  • Autositz für den Hund: Der kompakte Hundeautositz darf auf dem Beifahrersitz transportiert werden. Je nach Modell bietet aber auch diese Variante nur ein begrenztes Maß an Sicherheit für das Tier. 
  • Fest installierte Transportboxen im Kofferraum: Fahrer von Autos mit großem Kofferraum können darüber nachdenken, robuste Transportboxen aus Metall im Kofferraumboden zu verschrauben. Der Hund hat Bewegungsfreiheit und ist gut geschützt – auch im Falle eines Unfalls. 

Wichtig: Um die Sicherheit des Hundes zu gewährleisten, sollten Sie zu geprüften Qualitätsprodukten greifen! 

Tipp: Eine spezielle Hundedecke schützt die Sitzbezüge oder die Ladefläche des Autos vor Hundehaaren und Krallen. 

 

Eine Frage der Größe

Sie fragen sich, welches Transport- und Sicherungssystem für Ihren Hund das beste ist? Wir haben diesbezüglich ein paar Anhaltspunkte für Sie:

  • Kleine Hunde: Empfohlen wird eine besonders handliche Transportbox oder ein Hundeautositz, mit dem Ihr Liebling auch auf dem Beifahrersitz transportiert werden kann
  • Mittelgroße Hunde: In der Regel sind mittelgroße Vierbeiner mit einem speziellen Geschirr oder Sicherheitsgurt gut gesichert.
  • Größere und sehr große Hunde: Je größer der Hund, desto eher sollten Sie über eine Transportbox aus Metall im entsprechend großen Kofferraum nachdenken.

 

Strafen bei nicht ordnungsgemäßem Tiertransport

Verletzung der Ladungssicherungspflicht

Wer seinen Hund im Auto unsachgemäß transportiert und damit der Ladungssicherungspflicht nicht nachkommt, muss mit einer Geldstrafe rechnen. Diese bewegt sich zwischen 35 und 5.000 Euro, zudem können auch zivilrechtliche Haftungsfolgen drohen. 

Tierquälerei

Ab einem gewissen Punkt kommt der Unterschied zwischen Sache und Tier zum Tragen: Dann, wenn die tierische „Ladung“ länger im Auto aufbewahrt wird. Wer seinen Hund bei heißen Temperaturen im Auto lässt, kann sich nach dem Tierschutzgesetz und dem Strafgesetzbuch der Tierquälerei schuldig machen. Es drohen Geldstrafen bis zu 7.500 Euro. 

Im Sinne eines tiergerechten Transports ebenfalls relevant: Der Hund sollte sich in massiven Boxen sowohl aufstellen wie auch drehen können.